"Arabergestüt Babolna"

 

Als Pferdeliebhaber interessiert man sich natürlich auch für das bekannte Arabergestüt in Babolna/Ungarn. Ich war 2009 im Sommer mit meiner Freundin dort. Leider war zu der Zeit gerade keine Vorführung, daher haben wir uns alles "einfach so" angesehen. In Babolna werden seit über 200 Jahren Araber gezüchtet und das Gestüt ist weltweit sehr bekannt. Es finden immer wieder Veranstaltungen in Babolna statt, aber es ist ganzjährig möglich, einen Teil der Anlagen zu besichtigen.

Wir waren zuerst im Pferdemuseum, wo einiges aus der 200jährigen Zuchtgeschichte zu besichtigen ist. Neben sehr vielen Dokumenten und Preisen und Pokalen sind dort auch wunderschöne Skulpturen sowie Gemälde und Fotos der Pferde.

Es sind Stammbäume ausgestellt der Shagya-Linie, der Gazlan-Gazal und der O´Bajan-Linie, teilweise nachgewiesen seit 17?? bis heute.

Weiter gibt es Zaumzeuge zu sehen und sogar ein sehr alter ungarischer Bauernsattel aus Holz mit Steigbügel. Sehr ungewöhnlich ist noch ein komplettes Skelett eines Hengstes, der von 1985 – 2005 auf dem Gestüt im Einsatz war. Einmal ein Foto von ihm und dann die Reste (fand ich persönlich jetzt ein klitzekleines bisschen grauselich).


Ein paar Fotos als Überblick:

 

 

Im Museum waren alle Exponate in ungarisch, englisch und deutsch beschriftet und der ältere Herr am Empfang sprach auch recht gut deutsch, was den Kontakt sehr vereinfacht hat.

Direkt gegenüber des Museum liegt das ehemalige Schloss, in dem ein Teil der Araber untergebracht ist und wo die Hengste und ein Teil der Stuten besichtigt werden können.


Es ist uns besonders aufgefallen, dass die komplette Anlage, die Parkanlagen vor den Gebäuden und auch innerhalb des Hofes und auch die Ställe sehr sauber, sehr gut versorgt und gepflegt waren. Im Innenhof ist eine kleine Gartenanlage angelegt. Ausserdem steht dort die älteste Akazie Mitteleuropas, sie wurde nachweislich 1710 dort gepflanzt.


 

Hier sind einige der wunderschönen Hengste. Sie sind in einem recht hellen Stall in Boxen untergebracht und machten einen sehr guten Eindruck.

Die Stuten stehen in einem anderen Stall und sind in Ständern untergebracht. Ich weiss nicht, warum das so ist, aber ich vermute, dass die Stuten immer nur kurze Zeit in diesen Ställen untergebracht sind und daher keine Box bekommen.

 

Nachdem wir die Ställe besichtigt hatten, waren wir im sog. Arboretum. Das ist ein Botanischer Garten, der ebenfalls zur Gestütsanlage gehört dem ein kleiner Tierpark angeschlossen ist. Der Botanische Garten hat eine Grösse von fast 20 ha. und beherbergt etliche recht seltene Blumen, Pflanzen und Bäume.

Besonders interessant war der Gedenkpark der berühmten Pferde, wo Grabhügel zu sehen sind mit geschnitzten Holzsäulen und Marmortafeln, auf denen die Daten der Tiere vermerkt sind.

 

 

Neben dem botanischen Garten war dann noch eine Stallanlage mit jungen Pferden und Stuten mit Fohlen. Leider konnten wir dieses Gebäude nicht besichtigen, hatten aber das Glück, dass einige der Tiere auf der Weide waren und ein Schlagbaum offen stand, so dass wir bis an die Weiden gehen konnten. Und es waren richtig grosse Weideflächen auf denen sich die Pferdegruppen gut bewegen konnten – sehr angenehm, das hier in Ungarn mal zu sehen.


 

Als Fazit kann ich sagen: es war ein sehr interessanter Tag – wenn wir auch das Kutschenmuseum irgendwie nicht gefunden haben und das Essen in Babolna wirklich nicht zu empfehlen ist – aber es war alles kleiner gehalten, als wir gedacht hatten. Es war sehr schön und ist in jedem Fall einen Besuch wert, wenn man sowieso in der Nähe ist. Eine weitere Anfahrt lohnt sich nicht wirklich. Das würde ich höchstens noch mal bei einer Veranstaltung auf Babolna machen.

 

 

 

 

 

 

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