"Maxi und Mini"

21.05.2020

 

Die letzten Tage verhielt Maxi sind etwas zurückhaltender, als wir das sonst so von ihr kannten. Eigentlich ist sie ein recht anhängliches, fröhliches Mädchen, zwar absolut nicht aufdringlich, aber immer mit dabei. Nun zog sie sich immer wieder in ihr Bettchen zurück, sie fraß zwar normal, lief auf mit raus, aber war stiller als sonst. Dies ging so 2-3 Tage. Am Sonntag, 17.05.2020, erfuhren wir dann, woran es lag: Maxi hatte Mittags einen epileptischen Anfall. Der Anfall dauerte einige Minuten, sie war danach noch etwa eine Viertelstunde etwas matt und desorientiert, aber danach war alles wieder ok. Abends hatte sie dann einen zweiten epileptischen Anfall, der zum Glück ebenfalls nach wenigen Minuten vorbei war. 

 

In Absprache mit unserer Tierklinik bekommt Maxi seitdem zweimal täglich die Minimaldosis Phenobarbital - das hatten wir wegen Mausi ja sowieso im Haus - und seitdem geht es ihr wieder richtig gut. Sie blüht wieder auf, ist fröhlich und munter, saust draussen herum und macht den Eindruck eines komplett gesunden Hundes. Es sind jetzt - während ich das schreibe - vier Tage seit den beiden Anfällen vergangen und sie hatte seitdem keinen Anfall mehr. Wir hoffen, dass sie mit der geringen Dosis Medikamente auskommt und keine weiteren Anfälle mehr hat. Nun gibts für Maxi - wie für Mausi - zweimal täglich ein wenig Extra-Futter mit Medis drin. Der Anlass ist zwar kein schöner, aber die Mädels freuen sich, dass sie zusätzliche Leckerchen bekommen und die anderen nicht. 

 

30.11.2013

 

Mitte Oktober 2013 sah mein Mann in einem Straßengraben auf einem Sandweg Richtung Ort öfter zwei Welpen herumlaufen. Die beiden waren sehr klein, immer zu zweit unterwegs und blitzschnell. Wenn man sie sah, waren sie auch schon weg.

 

Wir haben das einige Tage lang beobachtet und festgestellt, dass die beiden allein - also ohne Mutter - in einem Wasserrohr lebten, das unter einem Seitenweg verlegt war. Die Wassergräben waren sehr unwegsam mit Unkraut und gestapelten Ästen zugelegt, so dass man nicht an die beiden herankam. Sie wurden aber offenbar gelegentlich von Anwohnern mit Weissbrot gefüttert und einen Topf hatte auch jemand in den Graben gestellt, wo sich Wasser sammelte. Von Besitzern oder einer Hundemutter keine Spur. Die beiden waren so winzig - ich schätzte sie auf 6 Wochen, maximal 8 Wochen alt. 

 

Nachdem wir das fast 14 Tage lang beobachtet hatten und Anfüttern der beiden keinen Erfolg brachte, weil sie einfach viel zu scheu waren und zuviel Versteckmöglichkeiten hatten, haben wir uns mit den Anwohnern unterhalten, weil wir wissen wollten, ob die beiden vlt. doch jemandem gehören und sie informieren wollten, dass wir die zwei einfangen wollten. In dem Wasserrohr hätten sie alleine über den Winter nicht den Hauch einer Überlebenschance gehabt. Das Gespräch mit den Nachbarn ergab, dass die Minis niemandem gehören, niemand wirklich wusste, wo sie herkamen und alle froh wären, wenn wir sie einfangen, weil die Anwohner Angst hatten, dass die zwei die Folienhäuser beschädigen, sich später vermehren und ans Geflügel gehen. 

 

Bereits einen Tag später - am 23.10.2013 - stand ein Nachbar bei uns am Tor und berichtete, man haben die Kleinen gefangen. Die zwei hatten wohl bei einem Anwohner die Hühner gescheucht und weil dort bereits bekannt war, dass wir die zwei nehmen, wurden sie einfangen und wir direkt informiert. 

 

Die zwei waren winzigklein, als sie hier ankamen. Maxi, die etwas größere und dunklere der beiden Mädchen, wog zu dem Zeitpunkt 2,6 kg und Mini, die kleinere und hellere, 1,7 kg. Vor Schreck und Angst ganz starr und steif, völlig übersät von Zecken und Flöhen und so mager, dass es einem beim sehen wehtat. Das Alter wurde von unserem TA auf ca. 8 Wochen geschätzt. 

 

Die zwei haben nach einigen Tagen so langsam - ganz langsam - die Angst vor uns verloren. Sie nehmen immer mehr zu und entwickeln sich prima. Nach einiger Zeit wurden sie völlig normale Welpen, die fressen, schlafen, toben und kreischen und allerlei Unsinn anstellen. 

 

Es scheinen zwei Dackelmischlinge zu sein - die beiden werden klein bleiben. Bei ihrer ersten Impfung am 07.11. wogen sie bereits 3,9 kg bzw. 2,6 kg, aber sie werden in jedem Fall ein handliches Formal behalten. 

 

Hier sind die beiden: 

 

 

und hier haben die zwei "gelebt": 

 

auf dem ersten Bild läuft rechts und links der Graben vorbei - in der Mitte des Bildes auf dem Hügelchen sassen die zwei

 

 

 

 

 

 

 

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