"Ungarn und die Südliche Tiefebene"


Ungarn unterteilt sich in verschieden Regionen. Wir leben in der Region, die als Südliche Tiefebene bezeichnet wird.


„Bauernhöfe, Landbau, Tierzucht, richtiges Stadtleben, traditionelle kleine Dörfer und Strände mit Heilwasser sind typisch für diese Region, die einen fünftel Teil von Ungarn ausfüllt, sowie der Dialekt, der dort üblich ist.

Das Zentrum der Region ist Szeged, wo sich die Zuschauer im Sommer unter den Freilichtspielen viele Theaterstücke mit und ohne Musik anschauen können. Der freien Bühne geben der Dóm-Platz und die Kathedrale eine erhebende Stimmung.

Die Region wird mit Bergen nicht zerschnitten, es wird damit bewiesen, dass die hier wohnenden Leute den Obstgarten, der sich aus der Gegend erhebt, Berg nennen. Es gibt viele Obstbäume, sie wurden gepflanzt, als der Sand losgegangen ist, und er gestoppt werden musste.

Nicht nur die Espenbäume, die Maulbeerbäume und Traubenstöcke gliedern die Gegend auf. Die Pussta, über die Petőfi sehr oft geschrieben hat, ist überhaupt nicht einheitlich: Hier sind Auenwälder, Flüsse und Bäche, Bauernhöfe, sowie Städte und Goldberge zu finden, die früher als Friedhof funktionierten. Die Pussta breitet sich weiter aus, als wo Bokros und Csongrád liegen.
Nicht nur der Wind und die Flüsse haben diese Gegend geformt, sondern auch die Menschen, als sie Wälder gepflanzt und abgeforstet haben, Flüsse geregelt haben, und den Acker mit Sand und Löß bearbeitet haben. So haben sie sich nicht nur ihre Existenz aufgebaut, sondern auch die Gegend formenreich gemacht: Die Dämme funktionieren als Panoramawege, die an Fischen reichen Altarme bieten Angel- und Erholungsmöglichkeiten. Dieselbe bieten auch die Strände: Die Region ist an Thermalwässern so reich, dass man ganz bestimmt nach einer Autofahrt von 30 Minuten ein Thermalbad erreicht.

Während unserer Reise sehen wir bestimmt einige Bauernhöfe, wo der Acker bearbeitet wird und die Tiere gezüchtet werden. Es ist interessant, dass es hier die meisten Bauernhöfe gibt, aber Zweidrittel der Einwohner wohnen in den Nachfolgerstädten der ehemaligen Landstädte. Z. B. in ungarischem Orasháza, schwäbischem Bácsalmás, Mezöberény mit gemischten Nationen, slowakischem Tótkomlós, eventuell in Szarvas und Kiskörös. Die Bevölkerung wurde so vielfarbig, als die Volksgruppen die Dörfer bezogen und gründeten.

Diese Dörfer haben sich nach dem Zerstörungswerk der Türken entvölkert. Ihre Kultur wird jedoch auch heute noch bewahrt: Serbische Stickerei mit Blumenmotiven kann der würdige Partner des berühmten Gesticks von Kalocsa sein. Auch das Blaufärbergewerk von Bácsalmás ist berühmt. Die Traditionen und die alten Berufe wurden von Leuten bewahrt, die aus den überall auffindbaren Materialen Holz schneiden, Lebkuchen machen, Matte-, Faulmatte- und Streuarbeiten machen. „


Die Einzelnen Regionen wiederum unterteilen sich in sogenannte Komitate. Wir leben quasi auf der Grenze der Komitate Bacs-Kiskun und Csongrad. Unser Ort gehört zum Komitat Csongrad, aber zum Einkaufen und für Erledigungen sind wir schneller im Komitat Bacs-Kiskun. Den Übergang eines Komitates zu einem anderen bemerkt man lediglich am Schild an der Strasse. Das ist vergleichbar mit den Landkreisen in Deutschland.

„Das Komitat Bacs-Kiskun

Auf dieser sandigen Ebene wohnen in Bauernhöfen 70 000 Menschen, und immer mehrere wollen die Zeit am Wochenende oder während des Urlaubs hier verbringen.

Das Bács-Kiskun Komitat ist nicht nur das größte Komitat des Landes - mit ca. 500 000 Einwohnern - sondern auch das sonnigste, hier kommt der Frühling am frühesten an. Dieses Komitat befindet sich zwischen der Donau und der Theiß und es liegt im zweiten Drittel dieses Gebietes.
Dies ist das flachste Komitat, aber nicht langweilig! Der Sand ist die wichtigste Komponente des Bodens, wir finden ihn oft auf der Oberfläche, in Homokhátság als Flugsand, im Donau-Tal in unteren Bodenschichten. Nicht nur die Donau, sondern auch die kurvigere Theiß machen diese Pussta mit Salzboden formenreich.

Die geschützten Gebiete des Kiskunsági Nationalparks zeigen den Originalzustand der typischen Gegend auf der Tiefebene. Der Altarm der Theiß in Lakitelek wird auch geschützt, und der Nyíri-Wald bei Kecskemét, sowie der Zaunbuchen- und der Eichenwald in Kunbaracs haben auch einen besonderen Wert. Man hat sich hier auch in die Arbeit der Natur eingemischt, bei der Binnengewässerregelung wurde auf der westlichen Seite des Komitats der Duna-völgyi Hauptkanal ausgebaut und auch der Kiskunsági Hauptkanal, der sich dem anderen anschließt.

Der Komitatssitz ist Kecskemét, hier wohnt ein sechstel der Einwohner des Komitats. Die Stadt ist seit Jahrhunderten die Hauptstadt des ungarischen Obstes. Die Leute können nicht nur auf das Obst, sondern auch auf den Wein stolz sein.
Die architektonischen Denkmäler sind auch bedeutungsvoll: Viele kommen in die Stadt, um den "geblümten" Palast (Cifrapalota) zu besuchen.
Die alte Kirche von 76 m in der Stadt, das höchste Gebäude im Zopfstil auf der Tiefebene hat eine Glocke von 45 Tonnen, deren Stimme bis Bugac klingt.

Schöne Denkmäler finden wir in den anderen Städten des Komitats, z. B. den Bischofspalast in Kalocsa, der auf den Überresten der ehemaligen Burg gebaut wurde, oder die Überreste der gotischen Kirche aus 1270 in Lajosmizse, wo an wichtigen kirchlichen Feiertagen eine Freilichtmesse zelebriert wird.

Wer lieber die Natur genießen möchte, wird in der Bugacer Pussta mit Bauernhöfen erwartet. Hier finden wir Urwacholder, und in der Pussta sind treue Nachbildungen von ehemaligen Bauernbauobjekten aus Rohr und Holz zu sehen.
Man kann die Pussta zu Fuß oder mit einer Kutsche besuchen, zwischen den Häusern aus weißen Wänden reiten. Durch Reiteraufzüge und die Vorführung der traditionellen Lebensart kommt uns das Leben von Bauernhöfen näher.

Komitat Csongrad

Dieses Komitat ist das am niedrigsten liegende Komitat des Landes. Hier wurde Gyula Juhász geboren, in seinen Gedichten kommt sehr oft diese Gegend vor: Er schreibt über das Leben in einer Großstadt und in Szeged, die Umgebung der Theiß und die sieben Stammführer aus der Vergangenheit auf der Pusztaszeri-Ebene.

Der Legende nach haben die Stämme bei Ópusztaszer die Unterkünfte verteilt - deswegen wurde der Historische Nationalpark hier ausgebaut. Das Museum verfügt über archäologische, historische, künstliche, wissenschaftliche und folkloristische Sammlungen, und es werden oft vergnügliche Programme veranstaltet. Im Gebiet des Parks wurde ein folkloristisches Freilichtmuseum herausgestaltet, wo die Gebrauchsgegenstände, die Werkzeuge und die Möbel deuten auf den Anfang der 1900-er Jahre hin.
Hier ist das monumentale Feszty-Rundgemälde über die Landnahme zu sehen. Wir können hier auch dem Grauvieh begegnen.

Der Komitatssitz ist Szeged, das älteste Denkmal ist der romanische Dömötör-Turm, die griechisch-orientalische serbische Kirche wurde im Barockstil gebaut, die Bilderwand wurde aber im Rokokostil fertiggestellt, deren Charakter ist spitzenartig und duftig. Der Reök-Palast wurde im Sezessionsstil nach Plänen von Ede Magyar erbaut.

Der Dom von Szeged ist das monumentalste Werk der kirchlichen Architektur im 20. Jh. Die Dekoration neben den zwei Eingängen hat eine symbolistische Bedeutung: Die Dekoration im Westen symbolisiert den Krieg, im Osten den Frieden. Die Rote Kathedrale ist ein bestimmtes Element der Stadt.

Die Szegeder Freiluftspiele sind das größte Theaterfestival des Landes. Es war schon 1926 eine Idee von Gyula Juhász, das erste Theaterstück wurde 1931 dargestellt. Seit dem wird es jedes Jahr veranstaltet. Der Kirchenhof ist mit Arkaden umgefasst, hat eine hervorragende Akustik, und die Karten verkaufen sich gut im Voraus.
Im Wildgarten von Szeged können wir die einheimischen und die ausländischen Tierarten bewundern. Wir sehen hier Mähnenwolf, Guanako, Flussschwein und Tapirs.

In Makó wird die weltberühmte Zwiebel nicht nur angebaut: Das Zwiebelhaus mit Zwiebelkuppeln wurde nach Plänen von Imre Makovecz erbaut, es funktioniert als Kulturzentrum.

In Csongrád, der Namenssiedlung des Komitats steht ein Gedenkort aus dem Mittelalter: Die Überreste des Ellés-Mönchsklosters am Ufer der Theiß. Sein Name stammt wahrscheinlich aus dem Namen Achilleus.
Auch eine Sehenswürdigkeit der Stadt ist eine Statue von Tibor Borbás: Die Frauengestalt mit einer wellenförmigen Draperie zeigt sowohl die durch die Theiß verursachten Tragödien, als auch die Ruhe des Wassers.


Viele weitere Infos über Ungarn finden sich auch hier:  Wiki Ungarn

 

 

 

 

 

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